23. Internationale Niedersachsen-Rundfahrt der Junioren vom 28. bis 30.07.2017 in Wallenhorst / Osnabrück

Die „23. Internationale Niedersachsen-Rundfahrt der Junioren“ findet in diesem Jahr vom 28. bis 30. Juli statt. Zum 17. Mal in Folge ist die Region um Wallenhorst bei Osnabrück der Austragungsbereich. 23 Teams aus 9 Nationen werden am Start erwartet. Die Rundfahrt steht unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Innen- und Sportministers Boris Pistorius.

Der ausrichtende Verein Internationale Niedersachsen-Rundfahrt e.V. hat aus rund 40 Bewerbungen ein hochkarätiges Fahrerfeld ausgewählt und eingeladen. Nahezu alle im Junioren-Radsport führenden Nationen werden am Start sein.
Deutschland, Luxemburg und Norwegen haben ihre Nationalmannschaften gemeldet. Aus Belgien, Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und den USA werden  semiprofessionelle Teams erwartet. Das deutsche Kontingent bilden neben der Nationalmannschaft die Landesverbände Baden, Bayern, Berlin, Niedersachsen, Sachsen und Württemberg.
Obwohl der Begriff „Junioren-Rundfahrt“ allgemein auf den Start namentlicher Nobodies deutet, verbergen sich in den Reihen der 16 internationalen und 7 deutschen Teams wieder viele Talente mit hoffnungsvollen Karriereperspektiven. Die Namen vieler in Wallenhorst bei früheren Rundfahrten mehr oder weniger erfolgreichen Akteure wurden einige Jahre später als Profis öffentlich bekannt. Tony Martin, Marcel Kittel, John Degenkolb (Deutschland), Peter Sagan (Slowakei), Andy Schleck, Bob Jungels (Luxemburg), Edvald Boasson Hagen, Alexander Kristoff (Norwegen), Daniel Oss (Italien), Pierre Rolland, Tony Gallopin (Frankreich) und Tejay van Garderen (USA) sind dafür die prominentesten Beispiele.
Die drei Straßenrennen der Etappenfahrt werden auf den über Jahre bewährten Routen um und mit jeweiligem Start und Ziel auf der Großen Straße in Wallenhorst ausgetragen. Das Einzelzeitfahren findet zwischen den Bramscher Ortsteilen Achmer und Ueffeln auf einer 10,5 km langen Gegenfahrstrecke durch den Gehnwald statt. Da das Wallenhorster Terrain allgemein Sprinter und Tempobolzer bevorzugt, kann hier schon eine Vorentscheidung über den Gesamtsieg fallen.
Die Nationalfahrer Norwegens gehören nach ihrem vorjährigen Auftritt mit dem Gewinn fast aller Wertungstrikots wieder zum allerengsten Favoritenkreis. Eine Nominierung für die im September im heimischen Bergen stattfindende Straßen-WM sollte für sie zusätzliche Motivation sein. Mit drei Fahrern unter den ersten 15 haben sie Anfang April beim Klassiker Paris – Roubaix ihre Teamstärke unter Beweis gestellt. Äußerst erfolgreich in Einzel- und Teamwertungen waren in den letzten Jahren auch immer wieder Fahrer aus Belgien und Dänemark. Aus diesen beiden Radsportnationen wurden in diesem Jahr nicht weniger als neun Teams eingeladen. Aus ihren Reihen haben Johan Langballe (Herning CK), Arne Marit (VD Hauwe-Gentse VS) und Ludvig Wacker (Børkop Cykler Carl Ras Roskilde) in der frühen Saison schon Siege bei den traditionellen belgischen Eintagesprüfungen Kuurne-Brüssel-Kuurne, Nokere Koerse und Gent-Wevelgem gefeiert. Das Team aus Roskilde hat zudem Julius Johansen im Aufgebot, der im Vorjahr als WM-Vierter im Einzelzeitfahren bester Fahrer des jüngeren Jahrgangs war. Neu dabei ist das Motala AIK Junior Team aus Schweden mit dem vorjährigen WMZwölften im Straßenfahren Jacob Eriksson, der mit guten Nations-Cup-Platzierungen immer Aspirant auf vordere Ränge ist. Aber erst alle Fahrermeldungen nach den im Mai beginnenden renommierten internationalen Junioren-Rundfahrten und den nationalen Straßenmeisterschaften Ende Juni werden das Bild der Favoriten für Wallenhorst konkret abrunden.