Warum sollten Kinder bereits im Kindergarten Sport machen?

Das haben sich auch Familie Yanar und die ErzieherInnen der Kindertagesstätte Emmaus, unter Leitung von Martina Schreiber, gefragt. Ganz einfach: weil beim Sport viel spielerisch gelernt werden kann. In der Kita in Langenhagen sind viele Kinder mit Migrationshintergrund, die teilweise nur sehr wenig Deutsch können, wenn sie zum ersten Mal in der Einrichtung bleiben. Wenn Osman und Katrin Yanar also mit den Kindern trainieren wollen, müssen erst einmal wichtige Grundlagen erlernt werden, die für viele TeilnehmerInnen bisher fremd waren. Warum soll man auf der Bank sitzen und warten bis man drankommt? Warum meldet man sich, wenn man etwas sagen möchte? Warum ist das Kind, das vor einem sitzt, früher an der Reihe, als man selber? Warum soll ich denn eigentlich zuhören?

Kindergruppe der Emmaus-Kita, mit Leiterin Martina Schreiber, Ehepaar Yanar und Geschäftsführer der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung Sønke Burmeister.

Spielerisch werden Aufgaben umgesetzt, so werden beispielsweise die kleinen Gruppen in Löwen, Tiger und Bären eingeteilt, die jeweils den „bösen“ Gegner umwerfen müssen, nachdem sie laut auf sein „nein“, „doch“ gerufen haben. Oder während eines Parcours muss die Person, die als nächstes an der Reihe ist genannt werden. Für Kinder, die die Sprache erst lernen, aber auch sehr schüchterne Kinder, ist es wichtig, ihre Sprache zu finden und den Mut zu bekommen, zu sprechen.

Familie Yanar trainiert mit vier Gruppen der Kindertagesstätte in Langenhagen, zwei Mal die Woche für eine Stunde. Nicht jedes Kind hat die Möglichkeit, zuhause viel Sport zu treiben, vielen Familien ist die Vereinskultur in Deutschland fremd. Durch das Sportprogramm werden neue Möglichkeiten eröffnet und so Talente gefördert.

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