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Hänel liest aus „Tagebuch einer Abtreibungsärztin"

14. Stock Conti-Hochhaus, Leibniz Universität Hannover, Königsworther Platz 1
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2019 10 14 Kristina Haenel 2

Die Lotto-Sport-Stiftung fördert in diesem Jahr den Literarischen Salon beim Projekt „Partizip Präsens“. Im Rahmen dieser Reihe finden vier Veranstaltungen statt. Den Anfang macht Kristina Hänel. Die Allgemein- und Notfallärztin liest aus ihrem Werk „Paragraph 219a – Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer ›Abtreibungsärztin‹".

Luc Jochimsen kann »einfach nicht glauben, dass jetzt, nach fast 50 Jahren, die ganze Geschichte wieder von vorne anfängt. Mit dem Paragraph 219a, den wir damals in unserem Kampf wohl übersehen haben«. Ihr Vorwort zu Kristina Hänels Tagebuch einer ›Abtreibungsärztin‹ legt den Finger in die Wunde: Es ist 2019, und wenn eine Ärztin auf ihrer Website unter den Leistungen »Schwangerschaftsabbruch« aufführt, kann das womöglich eine strafbare »Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft« sein.

Deshalb wurde Kristina Hänel, Allgemein- und Notfallärztin, tatsächlich verurteilt, auch wenn das Urteil inzwischen wieder aufgehoben wurde. Hänel ist eine Art Galionsfigur im Kampf gegen einen Paragrafen geworden, den man nur mit großer Mühe nicht als repressiv-anachronistisch bezeichnen kann. Hänels Buch gibt atemberaubende Einblicke in ihre tägliche Arbeit und wie diese in gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge eingebettet — beziehungsweise eingezwängt ist. Es moderiert die SZ-Redakteurin Meredith Haaf.

Eintritt: 8 Euro /5 Euro ermäßigt